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Japan Top 4: die Highlights unserer Reise

Oh, oh, ob das ein schlechtes Omen ist? In diesem Artikel möchte ich dir unsere vier schönsten Japan-Highlights vorstellen … Obwohl gerade die Zahl 4 – shi – doch in Japan die Unglückszahl schlechthin ist und so gut es geht vermieden wird.

 

Ich habe es ja versucht.

 

Bei einer Top-3-Liste finde ich es unfair, einen der Punkte rauszuschmeißen – denn eigentlich liegen alle sehr dicht beieinander und sind mir alle gleichermaßen schön in Erinnerung geblieben. Noch einen weiteren Punkt für eine Top-5-Liste zu finden ist hingegen sehr schwer. Es gab natürlich noch viele, viele weitere tolle Orte und Erlebnisse in Japan, aber von denen hat mich keines so sehr beeindruckt wie eben diese vier. Und für eine Top 10 müsste ich wahrscheinlich noch Monate die vielen verschiedenen Eindrücke im Kopf auf einer Rangliste hin und her verschieben.

 

Also sei es drum.

 

Ich gehe noch schnell zum nächsten Schrein, werfe ein paar Münzen, klatsche in die Hände und verneige mich. Und hoffe, dass mich das drohende Unheil doch verschont. Denn nun verrate ich sie dir:

 

Unsere Top 4 Highlights in Japan

 

4. Miyajima

 

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Miyajima ist eine Insel in der Nähe von Hiroshima. Die Fahrt dorthin dauert ungefähr eine halbe Stunde mit der Bahn plus ein paar Minuten mit der Fähre.

 

Die Insel Miyajiima ist vor allem für ihr schwimmendes Torii bekannt. Das Torii schwimmt natürlich nicht wirklich und sowieso nur bei Flut. Wir kamen natürlich gerade zur Ebbe an.

 

Die Insel an sich ist eigentlich ein bisschen blöd für kleine Kinder. Dort leben eine Menge wilder Rehe, die alles fressen, was nicht niet- und nagelfest ist. Ein Reh wollte die Kamera unseres Banknachbarn fressen, ein Anderes hatte bereits den halben Rock einer Touristin im Maul. Nichts also für Moritz, der zu jedem Tier sofort hinrennt und es streicheln will.

 

Weil die Rehe uns so sehr nervten, machten wir uns auf den langen Aufstieg Richtung Aussichtsplattform auf dem Mt. Misen. Zunächst vorbei an einigen Souvenir-Shops ging es den größten Teil über steile Treppen durch den Wald, immer an einem Bach mit kleinen Wasserfällen entlang. Wir hätten natürlich auch die Seilbahn auf den Berggipfel nehmen können, aber wir sind ja schließlich echte Entdecker!

 

Und obwohl die Sicht von der Plattform auf das Torii nicht besonders gut ist, hat sich der Aufstieg doch gelohnt. Denn es war eine schöne (und anstrengende) knapp 1,5-stündige Wanderung durch die Natur, in der wir das erste Mal seit unserer Ankunft in Japan einmal fernab vom Trubel waren. Und das will in Japan schon etwas heißen!

 

Als wir wieder unten waren, stand das Torii übrigens schon ein klein wenig im Wasser …

 

3. Fushimi Inari-Taisha

 

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Kyoto ist ja generell bekannt für seine spektakulären Schreine und Tempelanlagen. Aber der Fushimi Inari-Taisha hat es mir besonders angetan. Denn dieser Schrein hat eine Besonderheit: Ihn ziert nicht nur ein einziges Torii wie die meisten anderen Schreine, sondern gleich mehrere tausend Torii.

 

Das erste Torii führt zunächst zu einer kurzen Fußgängerzone mit vielen kleinen Souvenir-Läden und Straßenständen. Hier gibt es allerhand Kitsch, vom Hello-Kitty-Portemonnaie bis zum Torii-Schlüsselanhänger ist alles dabei. Und auch eine kleine Stärkung für die nächsten Etappen konnten wir uns hier schnell noch besorgen.

 

Die Shopping-Meile führt am Hauptschrein vorbei direkt zum Weg der tausend Torii. Dieser windet sich einen Berg hinauf durch den Wald und ist dabei von unzähligen Torii gesäumt. Auf dem Weg passieren wir immer wieder kleinere Anlagen und Schreine.

 

Nach einer kleinen Wanderung konnten wir von der Zwischenstation auf halber Höhe schon einen schönen Überblick über Kyoto genießen.

 

Auf der Spitze des Berges steht ein letzter Schrein. Eigentlich hatten wir uns hier noch einmal einen besseren Ausblick auf die Stadt gewünscht, aber hier gibt es keine Aussichtsplattform und durch den dichten Wald sehen wir auch nichts vor lauter Bäumen.

 

Runter geht es wieder durch den Torii-Rundweg bis zur Zwischenstation. Dort schauten wir noch gemütlich dem Sonnenuntergang über der Stadt zu. Der Rückweg war sogar noch schöner als der Hinweg, da die Torii nun teilweise sogar beleuchtet wurden und so eine etwas mystische Stimmung entstand.

 

2. Arashiyama

 

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In Arashiyama im Nordwesten Kyotos liegt der berühmte Bambushain.

 

Der Weg von der Bahnstation Arashiyama zum Bambushain führt zunächst über zwei Brücken und dann ein Stück am Flussufer entlang. Danach geht es einen kleinen Berg hinauf, auf dem ein Park angelegt ist.

 

Besonders schön ist hier die Aussicht auf die Schlucht von einer kleinen Aussichtsplattform auf der Bergspitze. Da die meisten Touristen sofort zum Bambushain weitergehen und den angrenzenden Park gar nicht weiter erkunden, hatten wir die Aussichtsplattform für uns alleine. So ein Ausblick auf die Natur und ein bisschen Ruhe um mich herum hat für mich gleich schon einen großen Entspannungs- und Durchatmungsfaktor. Besonders im vollen Japan sehr wichtig!

 

Die eigentliche Attraktion, der Bambushain, grenzt an den Park an. Der Eingang liegt ein bisschen versteckt am Ende des Parks. Von dort aus führt ein Weg direkt durch den Bambushain hindurch, immer zwischen den großen Bambusstämmen entlang. Vorbei geht es außerdem mal wieder an ein paar Schreinen, die im Wald stehen.

 

Bis der Weg nach etwa 20 Minuten Fußmarsch ziemlich abrubt auf einer Straße mit kleinen Läden endet. Auf so viel Trubel hatte ich nach der schönen Wanderung durch den Wald keine Lust. Also bin ich direkt wieder umgedreht um den Weg durch den Bambushain zurück bis zum Park zu laufen.

 

So stand ich am Ende des Tages noch einmal an der Aussichtsplattform, schaute eine Weile in die Schlucht und konnte ganz entspannt zurück zum Hostel fahren.

 

 1. Sakurajima

 

 

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Die Insel Sakurajima beherbergt einen der aktivsten Vulkane Japans. Teilweise hat er sogar mehrere kleine, ungefährliche Eruptionen pro Tag. Die Vulkaninsel liegt nur wenige Kilometer vor der Küste Kagoshimas und ist mit der Fähre innerhalb einer Viertelstunde erreichbar.

 

Das Highlight der Insel ist die Yunohira Aussichtsplattform. Von hier aus genießt man einen tollen Blick auf den permanent vor sich hin rauchenden Vulkan. Näher kannst man ihm nicht kommen, hinter dem Observatory ist der weitere Zugang gesperrt. Für alle Entdecker hält das Observatory sogar noch eine kleine Schnitzeljagd parat. Insgesamt sieben versteckte Herzen befinden sich rund um die Aussichtsplattform. Wir haben aber leider nur sechs gefunden …

 

Auf der Insel befindet sich außerdem der Dino-Park. Dies ist ein großer Spielplatz, in dem einige lebensgroße Dinosaurier-Nachbildungen stehen. Zwei der Dinosaurier haben sogar eine kleine Rutsche in ihrem Schwanz. Der Spielplatz liegt auf einem kleinen Berg und ist so innerhalb der Insel nochmals abgeschieden, so dass wir hier wirklich einmal Ruhe in diesem doch etwas stressigen Land haben konnten.

 

Wir waren fast einen ganzen Tag lang im Dino-Park und mussten noch einmal nach Sakurajima wiederkommen, da wir es nicht mehr zur Aussichtsplattform geschafft haben. Aber es war einer der besten und entspannendsten Tage unserer gesamten Reise!

 

Was sind deine Highlights in Japan? Lass es mich wissen! Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Christin

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