Tiny Traveler

Entdecke die Welt mit Kinderaugen!

Mein Reisetraum ohne Grenzen und Limits

Stell dir vor, deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und alles ist möglich. Weder Zeit noch Geld oder sonstige Verpflichtungen spielen eine Rolle. Wie sähe unter diesen Voraussetzungen deine Traumreise aus?

 

Janina und Katharina rufen in ihrer Blogparade dazu auf, sich seine eigene Traumreise zusammenzuträumen – ganz ohne Limits! Eine tolle Idee, zu der ich gerne meine Gedanken beisteuere.

 

Ja, und wie würde denn nun meine Traumreise aussehen?!

Zu meiner Traumreise kommen natürlich mein Freund und meine beiden Kinder mit. Wir starten an der Westküste der USA. Unsere Reise führt uns einmal quer durch den Kontinent. Ein ganz klassischer Roadtrip also. Nur eben doch nicht so klassisch, denn statt die Tour mit einem Auto zu unternehmen, bewegen wir uns auf Fahrrädern fort.

 

Bis in die Niederlande habe ich es schon geschafft. Da wird einmal quer durch die USA doch wohl auch ein Klacks werden, oder?! ;-)

Bis in die Niederlande habe ich es schon geschafft. Da wird einmal quer durch die USA doch wohl auch ein Klacks werden, oder?! 😉

 

Wieso gerade mit dem Fahrrad? Hach, ich mag Fahrradfahren einfach … Mit dem Auto würden wir niemals so viel von dem Land und den Leuten kennenlernen wie mit dem Fahrrad. Vor allem die Erlebnisse in der Natur blieben auf einer Autoreise wahrscheinlich auf der Strecke. Und was gibt es schöneres, als im Sonnenschein durch Wälder und vorbei an Seen und Flüssen zu fahren, den Fahrtwind zu genießen und sich zu bewegen?!

 

Da es schließlich meine Traumreise ist, hat mein Freund sämtliches Gepäck sowie den Kinderanhänger an seinem Fahrrad, während ich lediglich ein kleines Lenkerkörbchen mit unserem Proviant und den Wegkarten habe.

 

Unser Weg führt uns quer durch die USA. Wir sehen den Grand Canyon, den Bryce Canyon, Yellowstone, Mammutbäume und vieles mehr. Die Steigungen, die wir überwinden müssen, sind überhaupt kein Problem, denn wir haben stets Rückenwind von unten. Die Sonne scheint jeden Tag. Es ist warm genug eine Planschpause an jedem See einzulegen, den wir passieren, allerdings nicht so warm, dass das Fahrradfahren zu anstrengend wäre. Regnen tut es nur nachts.

 

Wir sind wenig auf echten Straßen unterwegs, sondern hauptsächlich auf alten, zu Fahrradwegen umgewandelten Bahntrassen. Im Westen der USA sind wir hauptsächlich in der Natur unterwegs und lassen uns von den vielen National Parks beeindrucken. Auf dem Weg in die Oststaaten passieren wir aber auch einige pulsierende Städte wie New Orleans oder Washington, D. C.

 

Unterwegs halten wir an, sobald wir etwas interessantes sehen. Ob ein Spielplatz, ein See, der zum Baden einlädt, ein spannendes Museum oder was auch immer. Denn wir haben ja Zeit. Wir lernen außerdem sehr viele amerikanische Familien kennen, die uns zum Übernachten zu sich nach Hause einladen. Aber auch sonst ist das Übernachten nie ein Problem, denn wir finden immer sofort einen Campingplatz mit Blockhütten, wo wir uns für die Nacht einmieten können. Die Blockhütten bestehen aus zwei Zimmern (eins für die Kinder und eins für die Eltern, irgendwann wollen wir ja auch mal für uns sein). Wir müssen nicht selbst kochen, denn wir werden immer bewirtet. Außerdem haben wir überall eine perfekte Internetverbindung.

 

Immer der Nase nach ...

Immer der Nase nach …

 

Die beiden Kinder verstehen sich super im Anhänger. Anstatt sich gegenseitig in die Augen zu pieksen oder an den Haaren zu ziehen, schauen sie sich gemeinsam Bücher an und Moritz erzählt Julia Geschichten von bunten fliegenden Elefanten. Abends sitzt die Familie zusammen, schreibt diese Geschichten auf und malt passende Bilder dazu. Der Erlös der so entstehenden Bücher wird an Elefantenhilfsorganisationen gespendet (für uns selbst spielt Geld ja schließlich keine Rolle).

 

Weil wir so furchtbar cool und lässig auf unseren Fahrrädern daher kommen, können wir viele Amerikaner davon überzeugen, statt mit ihren fetten SUVs doch lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Supermarkt zu fahren. Irgendwie schaffen wir es sogar, unterwegs die merkwürdigen Waffengesetze der USA abzuschaffen und veranlassen außerdem, dass die Bürger der USA insgesamt sehr viel umweltbewusster leben als zuvor.

 

Pünktlich zum Indian Summer kommen wir schließlich an der Ostküste an. Da wir alle traurig sind, dass unsere Reise so schnell vorbei ist, fahren wir einfach doch noch weiter. Von Florida über die vielen Städte entlang der Ostküste Richtung Norden bis nach Kanada, dort wieder einmal quer durch das Land bis an die Westküste, und von da aus entlang der Panamericana bis an die Südspitze Argentiniens.

 

Wir sehen die Everglades, New York, Mt. Rushmore und die Niagara-Fälle. Wir machen Floßfahrten auf dem Yukon in Kanada und bestaunen die Wildnis und die Berge dort. Zurück in den USA fahren wir immer an der Küste entlang, durch San Francisco und L. A. Aber auch die National Parks besichtigen wir.

 

In Mexico verbringen wir die Zeit hauptsächlich mit essen. Tacos, Tortillas und viele weitere scharfe Sachen mit Käse überbacken –  eine wahre Fiesta. In Südamerika bestaunen wir schließlich die Urwälder des Amazonas. Auch hier konnten wir mit unserer Überzeugungskraft verhindern, dass dieser weiter abgeholzt wird.

 

Schließlich kommen wir in Feuerland an. Entgegen des Namens ist es uns hier zu kalt. Das macht aber nichts, denn unsere Reise ist hier noch nicht zu Ende, sondern lediglich deren erster Teil. Wir werden jetzt nämlich mit einem Schiff abgeholt und nach Südafrika gefahren – vielleicht auch Kenia oder Tansania.

 

In Afrika angekommen, arbeiten wir nun in einer Elefantenhilfsorganisation. Täglich beobachten wir die Elefanten in freier Wildbahn, päppeln verwaiste Babyelefanten auf und erklären der Bevölkerung, wieso die Elefanten so schützenswert sind. Unsere Kinder sind mittlerweile schon etwas älter und gehen dort in die Schule. Aber nicht in eine herkömmliche Schule, sondern in eine Schule, die Spaß macht, die Kreativität und die Individualität der Kinder fördert und trotzdem (oder genau deshalb?) bildet.

 

Ach ja, die Elefanten sind dann natürlich auch gerettet!

 

And they lived happily ever after. —

(Das deutsche Äquivalent finde ich seltsam …)

 

So sähe meine perfekte, zusammengesponnene Traumreise aus. Vielleicht schaffen wir es ja, einige Punkte dieser Utopie-Reise in naher oder ferner Zukunft realisieren …

 

Wie sieht deine Traumreise aus? Lass es mich wissen! Ich freue mich auf deinen Kommentar 🙂

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